Dankebitte zum Brot backen im Heidelberger Kinderhort

12 und 24 und 24.

Brot backen ist kinderleicht.

Ein Freitag im April. Hier stehen wir nun also, bepackt mit Mehlen, Cranberries, verschiedensten Nüssen und einer Menge anderer Zutaten.
Eigentlich sollte es erst in einer halben Stunde los gehen, aber wie das mit Kindern nun mal so ist – Warten ist manchmal schwierig.
Nun sitzen 12 erwartungsvolle Jungs und Mädels vor uns in einem Heidelberger Kinderhort und schauen uns aus 24 Augen voller Vorfreude gespannt an.

Einige Wochen zuvor kam die Anfrage der Heidelberger Tafeln ob wir nicht Lust haben, etwas mit den Kids des Hortes zu machen – etwas, das über das bloße Spenden von Geld oder Lebensmitteln hinaus geht. Klar. Wir sind dabei.

Freundschaft statt Wettbewerb

Zwischen meinem 11. und 17. Lebensjahr bin ich in einem Kinderheim aufgewachsen. Zurückblickend bin ich  in der glücklichen Situation, dass viele der Dinge, die ich damals lernen durfte, auch wenn ich sie als Jugendlicher nicht so empfunden habe, mein Leben auch heute noch positiv beeinflussen.
Freundschaft trotz Wettbewerb.
Zusammengehörigkeitsgefühl und Individualität.
Durchsetzungsvermögen und Verständnis.
14 pubertierende Jungs unter einem Dach – das prägt.

Als Junge fand ich vieles davon doof. Heute, über 20 Jahre später, bin ich dankbar.

Echtes Interesse und aktives Zuhören.

Neben vielen Erlebnissen aus dieser Zeit, ist mir u.a. eines besonders im Gedächtnis geblieben. In unmittelbarer Nachbarschaft zu dem Kinderheim, wohnte damals einer der beiden Albrecht Brüder (Aldi). Etliche Male war er zu unseren Weihnachtsfeiern anwesend und ich glaube auch sonst involviert und engagiert in der Unterstützung des Heims. Wir „kannten“ uns vom sehen und grüßten bei jedem zufälligen Treffen.

Auf dem Weg zum Fußballtraining (eigentlich hätte ich ja Fußballprofi werden sollen, aber das ist eine andere Geschichte 🙂 ) hält eines Nachmittag ein Auto neben mir, während ich die Straße runter laufe. Herr Albrecht schaut aus dem Fenster und fragt, ob er mich ein Stück mitnehmen soll. Klar, gerne.
Die Autofahrt war nichts Außergewöhnliches. Er hat mich gefragt, wie es mir geht, wie die Schule läuft und bei welchem Verein ich spiele. Was besonders war, war dass er sich für meine Antworten interessierte. Der hat echt zugehört.

Nun, Dankebitte ist nicht Aldi und ich bin nicht Herr Albrecht. Aber ich weiß welche Rolle echtes Interesse bei Kindern spielen kann – bei Erwachsenen im Übrigen auch.

Mehlbude mit Charakter

Wir bei Dankebitte haben von Anfang an beschlossen, mehr als nur ein Unternehmen zu sein. Wir sind nicht nur Brotlieferant, sondern Unternehmen mit Charakter: Echtes Interesse an unseren Mitmenschen, respektvolles Miteinander mit unseren Kunden und Mitarbeitern, überlegter Umgang mit natürlichen Ressourcen und die Überzeugung mit unseren Brotbackmischungen einen Schritt in Richtung ausgewogene und gesunde Ernährung zu gehen: das ist Dankebitte. Die Anfrage der Tafeln passte also perfekt zu unserer Philosophie und hatte für mich auch noch einen persönlichen Touch.

Strahlende Kinderaugen und klebrige Finger

Ein Freitag im April 2015.
Los geht’s: Zu zweit jeweils an eine Schüssel und die Zutaten vermischen. Jeder das was er/sie mag. Hefe und Wasser dazu und mit den Händen verrühren. Eigentlich braucht man ja nur einen Löffel – mit den Händen macht es jedoch viel mehr Spaß.
24  kleine Hände so richtig schön voll mit Teig, der Raum voller Lachen und die Kinderaugen strahlen.
Alles in eine Form und ab in dem Ofen. Jetzt der schwierigste Teil: 1 Stunde warten. Zum Glück gibt es einen großen Hof, also alle raus und die Zeit vergeht wie im Flug.

Dankebitte zu Gast in einem Heidelberger Kinderhort zum Brot backen

Heidelberger Tafeln, Brot backen im Kinderhort in Heidelberg

Das Brot unten rechts in der Collage ist übrigens von 2 Mädels. Sie haben uns erzählt, dass sie schon öfter gebacken haben. Sie haben erzählt, verzieren ist der Teil der ihnen am besten gefällt. Und das Gebackene essen. Haben sie erzählt. Wir haben zugehört.

Ein gelungener Tag. Guten Appetit

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Ellis

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