Foodsharing – Oder: Es muss nicht alles in die Tonne, was noch nicht alleine laufen kann…

Foodsharing - Verschenken statt Wegwerfen.

Foodsharing – Verschenken statt Wegwerfen.

Kennst Du das?

Gerade hungrig einkaufen gewesen? Viel zu viel nach Hause geschleppt?

Ausgeleierte Arme und der Kühlschrank läuft über, aber morgen geht es für 9 Wochen in den Urlaub?

Der 6er-Pack an Joghurts ist abgelaufen? Zack. Ab in den Müll.

Das gleiche Schicksal treffen überreifes Obst und alles, was einfach zu viel ist in vielen Haushalten.
Jedes Jahr landen so ca. 82 Kilogramm Lebensmittel pro Kopf in der Tonne. Im Ernst.
In Kohle: ca. 235 Euro, die Du in einem Jahr einfach so … nennen wir es „verschwendest“… Hab‘ ich mir nicht ausgedacht. Auch mein Ernst.

Keine Angst, es folgt keine Belehrung zum Thema „Überlegtes Einkaufen“. Ich nehme selbst auch oft genug den Hunger mit zum Einkaufen, der schlimmer quengelt als meine beiden kleinen Töchter.

Nun ist das Kind also schon in den Brunnen gefallen, aber es gibt ein paar Möglichkeiten, damit die Kuh zumindest noch so halbwegs ’ne Chance auf dem Eis hat.

Was also kannst Du tun? Bzw. wir tun.

Ich sag‘ Dir, was ich mache:

Da ich ja grundsätzlich eh zu den meisten Dingen meinen eigenen Kopf habe, nehme ich es mit dem sogenannten Mindesthaltbarkeitsdatum schon laaaaange nicht mehr ganz sooooo genau.
Joghurt laut Datum schon zwei Wochen drüber? Ach komm.
Hart, ich weiß, aber Zähne zusammen beißen, Deckel abreißen und Zinken reinhalten und ich verspreche Dir, in 99 von 100 Fällen ist die linksgedrehte Kultur da drin noch auf optimalstem PH-Level.
Gestern erst noch 2 Erdbeerjoghurts vom 14. April zu einem leckeren Rhabarber-Kompott verwertet. Ich lebe noch, wie Du liest.

Nur Mut.

Und jetzt noch was für die ganz Hartgesottenen: Auch Schimmel muss nicht per se ein Grund sein, etwas wegzuschmeißen. Insbesondere Marmelade enthält soviel Zucker, dass man die betroffenen Stellen weglöffeln könnte… Oha, ich muss gestehen. Das ist dann nix mehr für mich. Aber gut.

Zugegeben: bei frischen Lebensmitteln ist es so eine Sache und kann auch mal schiefgehen, aber nun rechnen wir mal mit dem Trockenfutter ab:
Nudeln, Reis, Salzstangen, Gewürze, Kaffee und und und…
Mal im Ernst: Richtig und trocken gelagert, überleben die meisten Sachen davon wahrscheinlich noch unsere Enkel.

Wenn ich meine Mutter im schönen Thüringen besuche, durchforste ich auf der Suche nach etwas Kochbarem von Zeit zu Zeit die Untiefen ihrer betagten Küchenschränke… Hin und wieder treffe ich da auf unglaubliche Schätzchen, die als Preisangabe noch „EVP 0,15 M“ aufweisen.
Weißt Du, was ich meine? Mehr als 25 Jahre alt!
Krass, oder?! Und trotzdem hat es mich nicht angesprungen…

Was wollte ich sagen?
Ah ja.
Die richtige Lagerung ist das A und O. Naturgemäß mögen die meisten Lebensmittel nun mal keine Feuchtigkeit bzw. Wärme.
Und da wir ja nicht auf dem 1. Breitengrad leben, sollte dies schon mal kein Problem sein.
Aber auch hierzu gibt es wirklich sinnvolle Helfer, die einem jedes Grübeln abnehmen. Tipps für die richtige Aufbewahrung von Lebensmitteln gibt´s auf Ernährungsvorsorge.de und auch die „Zu gut für die Tonne“-App ist wirklich empfehlenswert.

Ok. Was noch? – Das Zauberwort „FoodSharing“

Der Jahresurlaub steht an und vor den Kühlschrank muss immer noch ein Stuhl gestellt werden, damit er nicht von alleine aufspringt?

Eine Herausforderung, aber ganz ruhig, wir kriegen das hin. Und zwar mit einem guten Gefühl.

Du gehst mal in das weltweite Netz und schaust Dir Seiten wie „foodsharing.de“ und „lebensmittelretten.de“ an. Dort kannst Du Dich anmelden und so zum einen Deinen Nachbarn helfen, die einen leckeren Rhabarberkuchen backen wollen und nicht genug Zucker im Haus haben oder eben auch Menschen helfen, die kein Geld für Essen haben.

Das kleine rote Pünktchen im Kölner Süden. Das bin ich.

Wie auch immer Du es handhaben möchtest, dem Ziel weniger Lebensmittel zu verschwenden, bist Du dann schon mal einen Quantensprung näher. Glückwunsch!
Und die Urlaubskasse freut sich auch.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Umsetzung und bis zum nächsten Mal, wenn wir uns wieder mit knurrendem Magen vor der Käsetheke treffen!

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Andrea Hadrian

Geschäftsführerin bei Dankebitte
Ich bin Andrea… Geschäftsführerin bei Dankebitte. Was ich an dem Job am meisten mag? Jeden Kunden glücklich machen und auf die individuellen Wünsche eingehen. Wertvollste Zutaten und leckerste Brote sind meine Leidenschaft. Und ansonsten? Tja, Apfeltorte mag ich am liebsten intravenös und ich kann Menschen nicht verstehen, die Nutella in den Kühlschrank stellen. DAS WIRD HAAAAART! Wichtig über mich zu wissen wäre noch, dass ich andauernd, wirklich andauernd Kleingeld finde. Im Dankebitte Blog sorge ich fürs große Ganze und jede Menge GeDANKENgut.

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